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Feierliche Inbetriebnahme der Abwassertrasse von Klipphausen nach Dresden

18.03.2019 | Am 18. März 2019 feierten die Dresdner Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft, Eva Jähnigen, und der Vorsitzende des Abwasserzweckverbandes (AZV) Wilde Sau, Andreas Clausnitzer, die fertiggestellte Abwasserdruckleitung, welche das Abwasser aus den Gemeinden Wilsdruff, Klipphausen und Tharandt zur zentralen Dresdner Kläranlage nach Kaditz leitet.

v.l.: Gerold Mann (Bürgermeister von Klipphausen) Andreas Clausnitzer (Verbandsvorsitzender AZV Wilde Sau) Eva Jähnigen (Dresdner Bürgermeisterin für Umwelt & Kommunalwirtschaft), Ralf Rother (Bürgermeister von Wilsdruff), Ralf Strothteicher (Techn. Geschäftsführer Stadtentwässerung Dresden GmbH)

Im Beisein von Planern, Baufirmen und Gemeinderatsmitgliedern begrüßten sie die Kooperation als Gewinn für die Umwelt und die Einwohner im Verbandsgebiet.

Vor zwei Jahren plante die Stadtentwässerung Dresden (SEDD), innerhalb einer Planungsgemeinschaft mit dem Ingenieurbüro ACI, das Projekt im Auftrag des AZV Wilde Sau. Anschließend überwachte die SEDD den Bau des Pumpwerkes in Klipphausen und der 12,5 Kilometer langen Druckleitung entlang der Autobahn A4 (Innendurchmesser 250 mm). Technisch anspruchsvoll war der Abschnitt, der auf einer Länge von 450 Meter unter der Elbe hindurchführt. Das neue, auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Klipphausen errichtete Pumpwerk kann bis zu 70 Liter Abwasser pro Sekunde nach Kaditz drücken. Die Fließzeit des Abwassers beträgt rund 3 Stunden. Die in Klipphausen verbliebenen Rechen- und Sandfanganlagen befreien das Abwasser zuvor von Feststoffen und Feinsedimenten. In Klipphausen laufen die Bauarbeiten noch bis Ende 2019: Die nicht mehr benötigten Altbecken werden umgebaut, um bei Starkregen Wassermassen zurückzuhalten, die dann dosiert nach Dresden abgegeben werden können. Die Gesamtkosten des Projektes betragen zirka 12,5 Millionen Euro.

Die jährlich in der zentralen Dresdner Kläranlage mitbehandelte Abwassermenge des AZV Wilde Sau beträgt rund eine Million Kubikmeter. Das entspricht etwa zwei Prozent der Jahresmenge der Dresdner Großkläranlage (Gesamtzulauf 55 Millionen Kubikmeter). Diese gehört zu den modernsten Deutschlands und erzielt eine deutlich bessere Reinigungsleistung. Zudem führt die Außerbetriebnahme der Kläranlage in Klipphausen zu einer Entlastung des Flusses Wilde Sau, da dort kein (gereinigtes) Abwasser mehr eingeleitet wird.

Die zu Jahresbeginn außer Betrieb genommene Kläranlage Klipphausen stammte aus der Mitte der 1990er Jahre. Der Verband hätte umfangreich in deren Erneuerung investieren müssen. Auch hätte der starke Zuzug in die Region Dresden perspektivisch eine höhere Kapazität erfordert. Dies wäre am alten Standort schwierig geworden und mit erheblichen Kosten verbunden gewesen. So hat der AZV letztlich auf die Sanierung und den Ausbau verzichtet. Durch den Freistaat Sachsen wurde die Abwasserüberleitung gefördert, weil sie wirtschaftlich und ökologisch die sinnvollste Lösung war.