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Ersatz der Zentrifuge B zur Klärschlammentwässerung

Mit der Inbetriebnahme der Faultürme in der Schlammbehandlung der Kläranlage Dresden-Kaditz im Jahr 2012 änderten sich die Eigenschaften und Mengen des zu entwässernden Klärschlamms — der Trocknungsgrad in den Zentrifugen verschlechterte sich. Das wiederum führte zu einem höheren spezifischen Energieverbrauch und zu einer größeren Menge des zu entsorgenden Schlamms (per LKW).

Deshalb wurde zunächst eine von insgesamt drei Zentrifugen ersetzt. Die moderne und auf die Bedingungen in Kaditz angepasste Maschine senkte den Energieverbrauch um 60 Prozent für den Durchsatz der gleichen Klärschlammmenge. (von 2,4 kWh/m³ auf 0,9 kWh/m³). Nachweisbar konnten so allein im ersten Betriebsjahr 230 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden (März 2016 bis Februar 2017).

Die Hälfte der Investitionskosten wurde durch die Europäische Union und speziell den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE gefördert.

Düker-Neubau in Dresden-Johannstadt

Quelle Sächsische Zeitung vom 27.10.2016, Dirk Hilbert: Das Johannstädter Elbufer ist derzeit eine Großbaustelle. Hinter hohen Zäunen gegenüber vom Thomas-Müntzer-Platz liegen bereits zwei lange Leitungen, durch die künftig Abwasser fließen soll. Das Dresdner Kanalnetz wird ausgebaut, damit bei starkem Regen kein gemischtes Ab- und Regenwasser auf der anderen Elbseite in die Prießnitz kommt. Dies ist künftig nicht mehr gestattet, erklärt Heiko Nytsch. Als Teamleiter Investitionen ist er bei der Stadtentwässerung für dieses Großprojekt zuständig.

Eine neue Leitung soll im Elbgrund verlaufen. Diese Art kleinen Rohrtunnel bezeichnen Fachleute als Düker. An der Ecke Forst-/Bautzner Straße wird ein Pumpwerk errichtet. Dort beginnt die Leitungstrasse. Sie führt am Diakonissenweg zur Elbe, wo der Düker anschließt. Auf der Johannstädter Seite schließt sie am großen Altstädter Abfangkanal an.

Dort gibt es einen entscheidenden Vorteil, nämlich, wenn Starkregen und Hochwasser zusammenkommen. Wenige Steinwürfe entfernt ist am Käthe-Kollwitz-Ufer das Hochwasserpumpwerk Johannstadt. In so einem extremen Fall können bis zu 10 000 Liter überschüssiges Abwasser pro Sekunde in die Elbe gepumpt werden. Somit hat der Altstädter Kanal genügend Reserven, um auch noch den Mischwasser-Strom aus der Neustadt aufzunehmen. Immerhin kann das dort geplante Pumpwerk an der Fortstraße bis zu 600 Liter je Sekunde durch die neue Leitung befördern.

Ende August hatten die ersten Arbeiten begonnen. Im Bereich des künftigen Pumpwerks an der Bautzner Straße müssen Trinkwasser-, Strom- und Fernmeldeleitungen umverlegt werden. „Die Arbeiten kommen aber nicht so schnell voran wie geplant“, sagt Nytsch. „Wir wollten schon weiter sein.“ Für den Bau des Pumpwerks wird eine sieben Meter tiefe Grube ausgehoben. Am Diakonissenweg soll im kommenden Frühjahr eine Leitung so verlegt werden, dass nicht gebaggert werden muss. Eine große Hydraulikpresse wird das Abwasserrohr Stück für Stück durch den Untergrund drücken. Zwischen Radweg und Elbe kann die Leitung schließlich in einer normalen Baugrube verlegt werden.

Eine spektakuläre Großaktion wird im kommenden Monat direkt an der Elbe zu sehen sein, wenn der Düker auf den Flussgrund kommt. An beiden Ufern sind bereits stählerne Spundwände elf Meter in den Untergrund getrieben worden, um die Bereiche zu sichern. Auf der Johannstädter Baustelle hat der Düker schon Gestalt angenommen. Er besteht aus etwa 1,50 Meter langen Rohrstücken, die miteinander verschweißt wurden. „Die Hülle um jedes Segment wird einzeln betoniert“, erklärt Bauleiter Roland Schmidt. Der 157 Meter lange Düker sei wie eine lange Gliederkette, die durch ihre Fugen zwischen den Teilen aber noch beweglich ist. Das muss sie auch. Schließlich wird sie von einer großen Winde am Neustädter Ufer am Stahlseil durch die Elbe gezogen.

Allerdings ist dafür noch viel Vorarbeit zu leisten. Deshalb muss der Elberadweg in diesem Bereich im November für zwei Wochen gesperrt werden, kündigt Projektleiter Nytsch an. Die Umleitung führt vom Johannstädter Fährgarten zum Käthe-Kollwitz-Ufer und in Höhe Bundschuhstraße wieder zurück zum Elbweg. Der genaue Zeitraum stehe noch nicht fest.

Um den Düker verlegen zu können, muss der Elbgrund ab Anfang November etwa drei Meter tief ausgebaggert werden. Dafür wird ein Bagger mit einem 30 Meter langen Ausleger eingesetzt, der in der Elbmitte auch vom Schiff aus arbeitet. Ist das geschafft, kann die Gliederkette binnen eines Tages zum anderen Elbufer gezogen werden. Für die Stadtentwässerung ist das eine Herausforderung. Allerdings hat sie Erfahrungen. Am Blauen Wunder gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts einen solchen Düker, ein weiterer wurde 1908 an der Flügelwegbrücke gebaut und der vorerst letzte in den 1990er-Jahren in Wachwitz.

Ist die neue Verbindung Mitte 2017 fertig, folgt aber noch ein letzter Schritt. Wenn die Stadt voraussichtlich 2018 die Prießnitzbrücke auf der Bautzner Straße erneuert, wird unter dem Nebenfluss ein Regenwasserkanal zur Prießnitzstraße verlegt. Früher ist das nicht möglich. Liegt dieser Anschluss, ist die Verbindung komplett.

Sanierung Altstädter Abfangkanal (AAK) in der Troppauer Straße zwischen der Salzburger und der Leubener Straße

Aktueller Bauabschnitt
Zirka 2 Meter große Betonrohre ersetzen den alten Kanal.
Neubau in offener Bauweise.
Es entstehen eine Reihe von Sonderbauwerken wie Überläufe und Schächte.

Die Stadtentwässerung Dresden GmbH saniert auf einer Länge von zirka 440 Metern einen der größten und wichtigsten Abwasserkanäle Dresdens — im Bauabschnitt 10.3 zwischen der Salzburger Straße und der Leubener Straße einschließlich der Querung der Leubener Straße.

Der sogenannte Altstädter Abfangkanal leitet in diesem Bereich das Abwasser der linkselbischen Dresdner Stadtteile sowie jenes der Nachbarstädte Heidenau und Pirna zur zentralen Kläranlage Kaditz. Dementsprechend groß ist die Dimension des Bauwerkes: Der Durchmesser beträgt in diesem Abschnitt 1,50 Meter x 1,60 Meter (Breite x Höhe).

Der Kanal wurde bereits 1932 aus Stampfbeton erbaut und zählt zu den ältesten Dresdens. Untersuchungen des Bauzustandes ergaben, dass der Kanal nur noch eine begrenzte Nutzungsdauer hat und dringend saniert werden muss. Gleichzeitig wurde eine hydraulische Überlastung nachgewiesen, woraus eine Erneuerung des Kanals mit einem Innendurchmesser von 2 Metern resultiert. Forderungen zum Hochwasserschutz werden damit ebenfalls erfüllt.

Die Sanierung erfolgt in offener Bauweise. Gemeinsam mit dem Kanalbau lässt die DREWAG NETZ GmbH Trinkwasser- und Gasversorgungsleitungen sowie die Trinkwassertransportleitung DN 800 erneuern.

Da der Bau des neuen Kanals in der vorhandenen Altkanaltrasse realisiert wird, muss während der Bauarbeiten das Abwasser an der Baustelle vorbeigeleitet werden. Dafür werden nach Inbetriebnahme der neuen Trinkwassertransportleitung DN 800 die nunmehr funktionslosen Rohre der alten Trinkwasserleitung DN 800 genutzt.

Parallel zum Altstädter Abfangkanal verlegen wir einen neuen
Mischwasserkanal (Abmessung 300/450) zur Aufnahme der Grundstücksabwässer sowie des Oberflächenwassers.

Zur Einbindung dieses Schleppkanals 300/450 aus der Troppauer
Straße sowie der Gebietskanäle der südwestlichen und der nordöstlichen Tauernstraße in den Altstädter Abfangkanal wird an der Kreuzung Troppauer Straße/Tauernstraße ein Sonderbauwerk errichtet.

Im Rahmen der planmäßigen Gleissperrung durch die DVB AG im Sommer 2015 wird die Querung der Leubener Straße realisiert. Wir errichten ein Sonderbauwerk, um den Altstädter Abfangkanal (AAK) mit dem Gebietshauptkanal Leubener Straße zu verbinden. Dadurch kann die Grundlast (Schmutzwasser und ein Teil des Regenwassers) aus dem Einzugsgebiet Leubener Straße direkt dem AAK zugeleitet werden.

Dies erhöht bei geschlossenen Elbeschiebern die Entsorgungssicherheit für mehrere Wohngebiete in Laubegast und führt zu einer Verbesserung der Abwasserableitung. Bisher quert der AAK die Leubener Straße als gedrücktes Haubenprofil im Bereich des Gebietshauptkanals Leubener Straße, ohne dass es eine Verbindung zwischen den beiden Abwasserkanälen gab.

Gemäß der Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde erfolgt die Bauausführung unter Vollsperrung der Troppauer Straße. Private KFZ können während dieser Zeit nicht im Baubereich geparkt werden. Anlieferungen sowie größere Transporte müssen mit der Baufirma abgestimmt werden. Die Müllentsorgung während der Bauzeit wird durch die Baufirma organisiert.

  • Gesamtlänge des Sanierungsabschnittes: 440 Meter
  • Gesamtbaukosten: zirka 4,9 Millionen Euro
  • Bauzeit: April 2015 bis Dezember 2016

Erweiterung der Kläranlage Dresden-Kaditz

Dresden wächst und gedeiht. Das kann man sogar am Abwasser ablesen. Seit der Inbetriebnahme der neuen biologischen Behandlungsstufe der Kläranlage Kaditz im Jahr 2005 sind die Schmutzfrachten kontinuierlich gestiegen – Ausdruck für eine positive Einwohner- und Gewerbeentwicklung.“

Die Stadtentwässerung Dresden trägt der Situation nun Rechnung und startet die Erweiterung der Belebungsanlage (belüftete Becken). Bis zum Jahr 2018 werden insgesamt 23 Millionen Euro investiert, um wie geplant das derzeitige Provisorium zur Stickstoffelemination in eine dauerhafte zukunftsfähige Lösung zu überführen.

Auch bringen Kooperationen mit den Nachbarkommunen Zuwachs. Das Umland lässt immer häufiger das Abwasser in Dresdens zentraler Kläranlage reinigen − gute Beispiele für sinnvolle kommunale Zusammenarbeit. So leiten Heidenau und Pirna seit 2006 ihr Abwasser nach Dresden und verzichteten auf die teure Sanierung der eigenen Kläranlage. (Immerhin sind dort nahezu 65.000 Menschen angeschlossen.) Eine Win-Win-Situation für alle Bürger hinsichtlich stabiler Gebühren. Denn wenn viele Schultern den Gesamtaufwand tragen (auch für notwendige Investitionen), wird es insgesamt günstiger.

Der Abwasserzweckverband (AZV) Wilde Sau plant ebenfalls eine Überleitung nach Dresden. Die Stadtentwässerung Dresden GmbH ist seit dem 1. Januar 2015 Betriebsführer für den AZV. Das Abwasser der Gemeinden Wilsdruff, Ortsteilen von Freital, Tharandt und Klipphausen soll künftig entlang der Autobahn A4 in die Großkläranlage Dresden-Kaditz gepumpt werden.

Die Abwasserüberleitung zur Dresdner Kläranlage soll bis 2018 in Betrieb gehen. Natürlich hatte dieses Projekt auch Einfluss auf die nun startende Erweiterung der Kläranlage in Kaditz. 

Details zum Baugeschehen:

Bis 2018 entstehen zwei neue Umlaufverteiler mit je ca. 8.000 m³ Fassungsvermögen sowie zwei Belebungsbecken mit je 16.000 m³. Das belüftbare Beckenvolumen wächst von aktuell 96.000 m³ auf 128.000 m³.

Das sind (im Groben) die geplanten Bauabschnitte:

  • 2015: vorbereitende Arbeiten an der Baustelle, Abriss der derzeitig ungenutzten Altbecken, Baugrube ausheben
  • 2016: Rohbau der neuen Becken und hintere Hälfte Umlaufverteiler
  • 2017: Abriss der bisherigen provisorisch vorgeschalteten Denitrifikation sowie Fertigstellung Umlaufverteiler und Rohrleitungsbau
  • 2018: Straßenbau und Grünflächen