Herstellung/Veränderung Ihres Anschlusses an die Kanalisation

Wohin mit dem Abwasser?

Diese Frage stellt sich jedem Bauherrn, Planer oder Bauunternehmer, denn eine stimmige Entsorgungslösung für Schmutz- und Niederschlagswasser ist eine Vorraussetzung für die Baugenehmigung. Der Grundstückseigentümer ist verantwortlich für Planung, Bau und Finanzierung des Anschlusskanals sowie der Grundstücksentwässerungsanlage.

Vor Ausführung ist jedoch zunächst die Genehmigung der Grundstücksentwässerungsanlagen sowie deren Anschluss an die Kanalisation erforderlich! Hierfür ist ein Antrag sowie die Planung (Entwässerungsprojekt) vorzulegen. Im Zuge der Antragsbearbeitung wird auch geprüft, ob vorhandene Anschlusskanäle genutzt und somit ggf. Kosten reduziert werden können.

Die Herstellung des Anschlusskanals darf nach vorliegender Genehmigung nur durch von der Stadtentwässerung Dresden zugelassene Fachfirmen erfolgen.

Auch für Veränderungen oder die Beseitigung der Anschlüsse an die öffentliche Kanalisation erhalten Sie von der Stadtentwässerung Dresden die notwendige Genehmigung. Das Gleiche gilt, wenn sich Menge und Beschaffenheit des Abwassers ändern, zum Beispiel bei der Umwandlung von Wohn- in Gewerbenutzung oder dem Anschluss zusätzlicher Wohn- und Gewerbeeinheiten.

siehe auch -> Hinweisblatt Herstellung Veränderung Grundstücksentwässerungsanlage

Schritt für Schritt zum Abwasseranschluss


  1. Anfrage zur Entsorgungsmöglichkeit des anfallenden Abwassers stellen

    Bitte nutzen Sie hierzu unseren Antrag auf Aussage zur Grundstücksentwässerung.

    Wir benötigen hierbei wichtige Angaben vom Bauherren über:

    • das Grundstück
    • das geplante Bauvorhaben
    • die Menge und Beschaffenheit des Abwassers
    • die Regenwasserentsorgung
    • vorhandene Entwässerungsanlagen.

    Eine Flurstückskarte sowie ein Lageplan mit aktuellen bzw. geplanten Bauten ergänzen die Anfrage (ggf. mit Eintragung vorhandener bzw. geplanter Entwässerungsanlagen).


  2. Antwort der Stadtentwässerung Dresden

    Die Antwort der Stadtentwässerung Dresden über Entsorgungs- und Einbindemöglichkeiten, enthält u. a. folgende Aussagen:

    • welche öffentliche Abwasseranlagen sind vorhanden bzw. geplant
    • welche Dimension hat der öffentliche Kanal bzw. Kanäle
    • wo und in welcher Höhe Sie einbinden können
    • Hinweise auf eventuell bestehende Einleitbeschränkungen
    • Entsorgungsalternativen.

  3. Sie planen Ihren Anschluss und reichen das Projekt ein.

    Nun können Sie Ihre Grundstücksentwässerungsanlage und den Anschluss an die Kanalisation planen. Bitte beachten Sie unsere Aussagen zur Grundstücksentwässerung, die Entwässerungs­satzung der Landeshauptstadt Dresden und das Hinweisblatt zur Herstellung einer Grundstücksentwässerungsanlage der Stadtentwässerung Dresden. Danach stellen Sie bitte den Antrag auf den Genehmigung.


  4. Genehmigung des Abwasseranschlusses

    Sind alle erforderlichen Unterlagen vollständig eingereicht, werden sie von der Stadtentwässerung Dresden geprüft und genehmigt (ggf. mit Auflagen, Bedingungen oder Einschränkungen). Die Genehmigung besitzt eine Gültigkeit von zwei Jahren.


  5. Nun kann gebaut werden.

    Sie erhalten mit der Genehmigung eine Liste mit Fachunternehmen, die für den Bau von Anschlusskanälen zugelassen sind. Hieraus müssen Sie ein Fachunternehmen auswählen, welches Sie mit der Herstellung Ihres Anschlusskanals beauftragen (falls von Ihnen gewünscht auch der Grundstücksentwässerungsanlage).

    Der Anschlusspunkt wird durch die Stadtentwässerung Dresden selbst ausgeführt (Anbohrung und Setzen eines Stutzens, Kosten 244,20 Euro).


  6. Vor-Ort-Besichtigung und Erteilung der Einleitgenehmigung

    Die fertig gestellte Grundstücksentwässerungsanlage und der Anschlusskanal sind auf Dichtheit zu prüfen. Für neu gebaute oder sanierte Anschlusskanäle müssen Sie zudem eine Kamerabefahrung beauftragen und vorlegen.

    Liegen die Prüfnachweise sowie die in der Genehmigung geforderten Unterlagen und Nachweise vor, dann melden Sie uns bitte zeitnah die Fertigstellung (Fertigstellungsanzeige), damit vor Ort die Entwässerungsanlagen durch Mitarbeiter der Stadtentwässerung Dresden besichtigt und der Anschlusskanal übernommen werden kann.

    Insofern keine wesentlichen Mängel oder Hinderungsgründe bestehen kann in den meisten Fällen nach Vor-Ort-Besichtigung sofort die Einleitgenehmigung erteilt sowie die für die Gebührenabrechnung maßgeblichen Daten (Wasserzählerstände für Schmutzwassergebühren, Versiegelungsflächen und Regenwasserentsorgungsanlagen für Niederschlagswassergebühren) überprüft bzw. aufgenommen werden.

    Sie werden damit automatisch Kunde der Stadtentwässerung Dresden.