Gewerbliche Absetzmengen

Informationen zur Gebührenbemessung

Für die Schmutzwassergebührenbemessung wird der Frischwassermaßstab zugrunde gelegt. Dem entsprechend wird davon ausgegangen, dass die vom Wasserversorger bezogene Wassermenge gleich der Abwassermenge ist, die in die Kanalisation gelangt.

In bestimmten Branchen bzw. bei bestimmten betrieblichen Prozessen (z. B. im Bäckereihandwerk, in Wäschereien oder Autowaschanlagen) kann eine Teilmenge des bezogenen Frischwassers in den Produkten verbleiben oder bei den Fertigungs- und Dienstleistungsprozessen verdunsten. In diesen speziellen Fällen ist die bezogene Frischwassermenge nicht gleich der Menge, die in die öffentlichen Abwasseranlagen eingeleitet wird.

Die Abwassergebührensatzung der Landeshauptstadt Dresden sieht vor, dass Wassermengen, die nicht in die öffentlichen Abwasseranlagen eingeleitet wurden, auf schriftlichen Antrag des Gebührenschuldners bei der Bemessung der Schmutzwassergebühr abgesetzt werden können.

Der Nachweis der abzugsfähigen Wassermengen ist durch den Gebührenschuldner durch einen geeichten Unterzähler zu erbringen. In Ausnahmefällen, wenn der Einbau gesonderter Messeinrichtungen nicht möglich ist, werden Abzugsmengen branchenspezifisch pauschal entsprechend der Technischen Richtlinie 2.2 ermittelt.

› Antrag auf Absetzung nicht eingeleiteter Wassermengen