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Vom Kanalnetz in den Kundenservice

Toni Seiler erlernte seinen Beruf „Fachkraft für Abwassertechnik“ bei der Stadtentwässerung Dresden GmbH. Nach 8 Jahren im technischen Bereich als Kanalbetriebsarbeiter wechselte er 2018 in das Team Kundenservice und ist zuständig für befristete Schmutzwassereinleitungen.

„Nach so vielen Jahren Erfahrungen im Kanalnetz kann ich diese hervorragend in meinen Berufsalltag einbinden. Die aktive Beteiligung an der Umwelt, der kollegiale Umgang miteinander macht die SEDD zu einem tollen Arbeitgeber in der Region.“

Das Handwerk von der Pike auf gelernt

Torsten Kantim kümmert sich mit seinen Männern um das Kanalnetz.

Die Aufgabe des Kanalnetzmeisters besteht darin, das Abwassersystem im Dresdner Norden und Westen am Laufen zu halten. Mit seinen 16 Mitarbeitern reinigt, inspiziert und repariert er die Kanäle der Stadt. Von der Pike auf hat Kantim sein Handwerk gelernt, sich über viele Stationen qualifiziert.

Nach dem Facharbeiterabschluss war er als Kanalbetriebsarbeiter tätig. Während seines Bundeswehrdienstes qualifizierte er sich später zum Kraftfahrer und arbeitete dann auf einem Kanalreinigungsfahrzeug und als Spezialtechniker bei der Stadtentwässerung. Sein Ziel stand schon damals fest: Er wollte Meister werden. So setzte er sich neben seinem Job noch einmal auf die Schulbank und hatte 2010 den Meisterbrief in der Tasche. Als sein Vorgänger in Ruhestand ging, übernahm der Abwasserexperte im Juni 2015 den Kanalnetzbereich.

Dieser abwechslungsreiche Job macht ihm Spaß. „Ich bin mal im Büro, um den Schriftkram zu erledigen oder meine Männer für die Arbeit einzuteilen, dann aber auch viel draußen unterwegs“, berichtet Kantim. So muss er Bauarbeiten überwachen oder mit Kunden besprechen, wie ihre Probleme gelöst werden können.

Gewusst wo: Im Netzinformationssystem findet sich jedes Bauwerk.

Teamleiter Hein Hertwig nimmt es dabei sehr genau.

Präzises Arbeiten macht Hein Hertwig Spaß. Deshalb sitzt er bei der Stadtentwässerung am Computer, pflegt Daten von Kanälen und Schächten im Netzinformationssystem (NIS). So arbeitet er bis zu fünf Stunden täglich am PC. Die restliche Zeit benötigt er, um sich mit seinen Mitarbeitern oder anderen Fachkollegen bei der Stadtentwässerung abzustimmen. Der Teamleiter von acht Mitarbeitern hat seinen Traumjob gefunden.

Die Chance dazu bot sich 2004: Als Elternzeitvertretung fing er in der Stabstelle Dokumentation an. „Es war einen spannende Arbeit“, erzählt er. Das NIS – der digitale Überblick über alle Abwasseranlagen -  war damals eingeführt worden, um die Arbeitsabläufe zu verbessern.

„Bei der Stadtentwässerung sind unterschiedliche EDV- und Daten-Systeme im Einsatz, dass macht die Arbeit sehr abwechslungsreich.“ Ohne die IT würde heute nichts mehr funktionieren. „Wenn wir einen Fehler machen, zieht er sich durch bis in die Abwasservorbereitung“, sagt Hertwig. „Deshalb müssen wir sehr genau sein.“

Wasser ist sein Leben

Alexander Würzburg sorgt für saubere Kanäle.

Alexander Würzburg ist immer auf Achse. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich ist der Spezialtechniker mit seinem orangefarbenen Saug- und Spülfahrzeug täglich auf Dresdens Straßen unterwegs, mal in Prohlis, am nächsten Tag in Strehlen und danach in der Altstadt. „Langweilig wird es nie“, berichtet der Fachmann der Stadtentwässerung. Genau das war der Grund, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat.

Die Theorie- und Praxisausbildung absolviert er bei der Dresdner Stadtentwässerung. Der Zufall will es, dass nach seinem erfolgreichen Abschluss als Fachkraft für Abwassertechnik bei Netzmeister Frank Lieber eine Stelle frei wird, da ein anderer Kollege zum Bund muss. Das ist sein Einstieg als Kanalbetriebsarbeiter im Stützpunkt West am Flügelweg. Ein Jahr später kommt die nächste Chance. Im Dresdner Osten wird ein Experte gesucht, der die Verantwortung für ein Saug- und Spülfahrzeug übernehmen soll. Würzburg zögert nicht lange. Seit 2001 sorgt er nun mit seinem Spezialfahrzeug für saubere Kanäle, sodass das Abwasser immer ordentlich abfließen kann.

„Die Arbeit mit dieser Technik macht mir Spaß“, sagt er. „Wir sind ein super Team – vom Meister bis zum Kanalbetriebsarbeiter."