Wildvogelauffangstation des Dresdner Umweltzentrums

Wildvogel-auffangstation

Leiterin: Saskia Keller

Telefon: 0351 26351544
Mobil: 0172 6454312



2006 konnte das Umweltzentrum auf dem Betriebsgelände der Kläranlage Dresden-Kaditz eine Auffangstation für verletzte und hilfsbedürftige Wildvögel aufbauen. An den Baukosten der Station beteiligten sich das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden, die Stadtentwässerung Dresden, drei Stiftungen und mehrere Unternehmen. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises Wildvogelauffangstation errichteten die Anlage weitgehend in Eigenleistung. Im August 2007 fand die offizielle Einweihung statt.

Die 300 Quadratmeter große Anlage umfasst mehrere Volieren sowie zwei Funktionsräume für die Versorgung und Behandlung der gefiederten Patienten, die sich ihre Verletzungen vor allem durch Kollisionen mit Glasflächen, Kraftfahrzeugen, Zaun- oder Leitungsdrähten zuziehen. Im Frühjahr und Sommer kümmern sich die Mitarbeiter auch um verwaiste Jungvögel. 

Allein 2012 wurden zirka 1.000 Tiere gepflegt. Zu den aufgenommenen Vögeln gehörten Eulen, Greifvögel, Störche, Spechte, Wasser- und Singvögel. Zwei Drittel der Tiere wurden nach ihrer Genesung erfolgreich ausgewildert. Auch Kleintiere wie Eichhörnchen, Igel, Fledermäuse und Feldhasen fanden bis zu ihrer Genesung ein zeitweiliges Zuhause.

Neben der Pflege und Wiederauswilderung von Vögeln engagiert sich der Arbeitskreis Wildvogelauffangstation, unter Leitung von Steffen Keller, vor allem für die Vermittlung von konkretem Umweltwissen.

Umweltpädagogische Arbeit

Ein zentrales Anliegen des Teams der Wildvogelauffangstation ist die aktive Sensibilisierung der Menschen für die Belange wild lebender Tiere und den Naturschutz. Im Rahmen der umweltpädagogischen Arbeit werden regelmäßig Führungen angeboten vor allem für Schulklassen, Hort- und Kindergartengruppen . Dabei erhalten die Besucher wichtige Informationen über das Leben der Wildvögel in der Stadt und ihre Behandlung in der Station.

Auf dem angrenzenden Naturlehrpfad wird Wissen über einheimische Kleintiere und Kräuter vermittelt. Für Kindergruppen besteht zudem die Möglichkeit, Nisthilfen, Insektenhotels oder Futterhäuschen zu bauen. 2012 fanden etwa 35 Führungen statt.


Quellenangabe: aus Jahresbericht UZD 2012
Texte: Claudia Specht, Bilder: Archiv Umweltzentrum Dresden e.V.


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