Wasserturbinen in Kanalnetz und Kläranlage

Die Turbine läuft das erste Mal an.
Der Stator soll Verstopfungen vermeiden.
Am Fuße dieses Absturzbauwerkes (H=2 m) wurde die Turbine eingebaut.

Die Stadtentwässerung Dresden startete am 21. Januar 2014 den Test einer neuartigen Abwasserturbine im Absturzbauwerk am Wernerplatz. Bei dieser Turbine handelt es sich um eine echte Innovation, da ein vergleichbares Aggregat in der Praxis bisher nicht bekannt ist. Entwickler der Turbine ist Blue Synergy.

Auch wenn die Turbine zur Zeit noch keinen signifikanten Beitrag zur Eigenstromerzeugung liefert, erwarten die Projektpartner wichtige Erkenntnisse für künftige Entwicklungen. So geht es u. a. darum, ob die Mechanik den Belastungen des ungereinigten Abwassers Stand hält und ob es zu Verzopfungen (und damit Stillstand der Turbine) kommt.

 

Kaplanturbine und Generator
Wasserturbine im Auslauf der Kläranlage

Neben einem rationellen Energieeinsatz strebt die Stadtentwässerung Dresden auch die Erzeugung von regenerativen Energien mittels eigener Anlagen an.

So ist im Auslauf der Kläranlage zur Elbe eine Turbine installiert, die den Höhenunterschied von rund 6 m zur Energierückgewinnung nutzt. Zur Erinnerung: Im Zulauf zur Kläranlage muss das Abwasser etwa 12 m gehoben werden.

Bei einer Nennleistung von 138 KW können somit zirka 650 MWh pro Jahr erzeugt werden. Das deckt den Energieverbrauch der Kläranlage zu etwa 3 Prozent. Die Investitionskosten von rund 350.000 Euro hatte das Wasserkraftwerk bereits nach kurzer Zeit eingespielt.