Wärme aus Abwasser

Einbau von Wärmetauschern in einen Abwasserkanal.
Wärmetauscher-Elemente
Umweltstaatsminister Kupfer übergibt den Fördermittelbescheid.
Solarmodule auf dem Dach der Weinbergskirche Trachenberge

KulturKirche Weinberg Dresden-Trachenberge

Frank Kupfer, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, übergab am 5. September 2013 den Vertretern des Kirchenvorstandes, Pfarrer Michael Schlage und Dr. Florian Reißmann, den Fördermitteilbescheid für das Projekt „Weinbergskirche 2.0: Modellprojekt für die erweiterte Nutzung und energetische Sanierung von Kirchen".

Als Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Laurentiuskirchgemeinde, zu der die Weinbergskirche gehört, war Dr. Reißmann maßgeblich an der Erstellung eines Nutzungskonzeptes beteiligt. Die Kirche in Dresden-Trachenberge, erbaut in den 50er Jahren und im Wesentlichen noch im Originalzustand, bedarf seit längerem einer Sanierung.

Als Projektmanager der GELSENWASSER-Entwicklungsgesellschaft Dresden mbH ist Dr. Reißmann natürlich auch auf dem Gebiet regenerativer Energieanwendung und Förderprogramme aussagefähig. "Solarmodule auf dem Kirchendach nutzen bereits seit dem Jahr 2002 die Sonne als Stromquelle. Mit der Stadtentwässerung prüften wir nun, das in unmittelbarer Nähe in einem Kanal abgeleitete Abwasser als Energiequelle zu nutzen", berichtet der GELSENWASSER-Fachmann. Das Ergebnis fiel positiv aus  – die Idee einer „Energie- und Kulturkirche“ war geboren. Ein wesentlicher Baustein ist die erweiterte, ganzjährige Nutzung als Stadtteil- und Kulturkirche.

Der Sanierungsanspruch der Kirchgemeinde ist eine nachhaltige Lösung, die energetische Aspekte berücksichtigt, aber auch der erhaltenswerten Bausubstanz Rechnung trägt. Ausgehend von einer umfassenden Analyse des Gebäudebestands, der Untersuchungen verschiedener Maßnahmen zur Verbrauchssenkung, dem Einsatz erneuerbarer Energien und einer effizienten Anlagentechnik wurde das Sanierungskonzept erarbeitet. Dies stufte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft aufgrund seiner ganzheitlichen Herangehensweise als modellhaft ein.