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Jurist in Gummistiefeln

04.01.2016 | Deutschlands beste Fachkraft für Abwassertechnik kommt aus Dresden und besitzt das Zweite Juristische Staatsexamen.

Die Auszeichnung erhielt Sten Püschel (auf dem Foto links) am 14.12.2015 in Berlin. Bereits zum zehnten Mal fand die jährliche Auszeichnung der bundesbesten Azubis in den IHK-Berufen statt. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK, auf dem Foto rechts), und Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, ehrten die Preisträger während einer Gala im Maritim Hotel Berlin.

Der Dresdner erzielte die besten Prüfungsergebnisse in allen theoretischen und praktischen Disziplinen. Was viele nicht ahnen: Das Berufsbild der Fachkraft für Abwassertechnik ist anspruchsvoll und vielseitig. Während der dreijährigen Ausbildung lernt man u. a. Montieren, Spanen, Schweißen, Mauern, Messen und Regeln, Umweltanalytik, Mikrobiologie und eine Fülle von Rechtsvorschriften. Letzteres kam Sten Püschel sicherlich sehr gelegen.

Immerhin besitzt er das Zweite Juristische Staatsexamen und arbeitete bereits in einer Anwaltskanzlei und in einer Klinik als Jurist. „Ich wollte meinem Studium jedoch ein umwelttechnisches Profil geben und es um Erfahrungen aus der Praxis ergänzen. Eine Bekannte gab mir den entscheidenden Tipp: Bewirb dich bei der Stadtentwässerung Dresden und tue etwas für den Gewässerschutz.“

Gunda Röstel kaufmännische Geschäftsführerin der SEDD erinnert sich: „Ein wenig skeptisch waren wir anfangs schon. Wird er abspringen, wenn es das erste Mal mit Wathosen in den Abwasserkanal geht? Aber er hat die Ausbildung ohne Abstriche gemeistert.“

Wie alle Jungfacharbeiter mit ordentlichen Prüfungsergebnissen sammelt Sten Püschel nun 12 Monate lang praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Betriebsbereichen. In dieser Zeit gilt es, sich zu bewähren. Bei rund der Hälfte der ehemaligen Lehrlinge führt die Probezeit in eine dauerhafte Beschäftigung. Gunda Röstel: „Möglicherweise unterstützt Sten Püschel künftig die Geschäftsführung. Mit seiner außergewöhnlichen Bandbreite an Fachwissen verbindet er ideal die Theorie mit der Praxis.“

Die Stadtentwässerung Dresden ist stolz auf ihre kammer-, landes- und nun sogar bundesbesten Azubis. Dass die Ausbildung im Unternehmen allen Spaß macht, zeigen auch die tollen Erfolge bei der weltgrößten Messe für Abfall und Abwassertechnik IFAT in München oder im Rahmen der „worldskills“ in Leipzig 2013. Das Unternehmen ruht sich jedoch nicht auf dem Erreichten aus, sondern investiert weiterhin viel in die Gewinnung junger Fachkräfte. Dabei setzt die Firmenleitung auf ein jugendgemäßes Marketing, den Kontakt zu Schulen und die Präsenz auf verschiedenen Ausbildungsmessen.

Das umfangreiche Knowhow bei der Ausbildung in umwelttechnischen Berufen sowie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Praxis – diese soliden Rahmenbedingungen nutzen auch andere Unternehmen und Zweckverbände der Region für sich. Die Stadtentwässerung Dresden bildet über den eigenen Bedarf hinaus für andere Partner aus und berücksichtigt dabei deren spezifische Anforderungen.