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Fehleinbindung von virenaktivem Abwasser in die öffentliche Kanalisation

Die Stadtentwässerung Dresden erfuhr am Nachmittag des 10. Juli 2017 durch das Umweltamt Dresden, dass sich die Firma GlaxoSmithKline selbst angezeigt hat: Durch einen Installationsfehler im innerbetrieblichen Abwassersystem waren zwei Fußbodeneinläufe nicht an die Inaktivierungsanlage angeschlossen. In den betreffenden Räumen werden virenaktive Geräte und Behälter gereinigt.

Durch diesen Installationsfehler war es offenbar zur Einleitung von nicht inaktiviertem Abwasser aus der Grippe-Impfstoff-Produktion in die öffentliche Kanalisation gekommen. GlaxoSmithKline geht davon aus, dass dieser Fehlanschluss im Zeitraum November 2001 bis April 2003 erfolgt ist. GlaxoSmithKline hat die Fehleinbindung am 7. Juli 2017 festgestellt und umgehend behoben. Seitdem werden auch die Abwässer aus diesem Bereich wieder ordnungsgemäß inaktiviert.

Die zuständigen Behörden (Sächsisches Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Umweltamt Dresden) sind mit GlaxoSmithKline im Kontakt, um unter anderem eine Bewertung des von der Einleitung ausgegangenen Risikos vorzunehmen. Die Stadtentwässerung Dresden wird regelmäßig über den aktuellen Arbeitsstand informiert.

In den Genehmigungsbescheiden für die Grundstücksentwässerung fordert die Stadtentwässerung Dresden, dass die in der Produktion anfallenden virushaltigen Abwässer vor der Einleitung in die öffentliche Kanalisation inaktiviert werden müssen und dass durch entsprechende technische Maßnahmen (Schieber, Pumpen) zu garantieren ist, dass auch im Havariefall kein mit aktiven Viren belastetes Abwasser in die öffentliche Kanalisation gelangt.

Kommunales Abwasser ist generell infektiös und enthält stets eine Vielzahl pathogener Mikroorganismen und Viren. Die in kommunalem Abwasser üblicherweise enthaltenen biologischen Arbeitsstoffe (Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten) sind grundsätzlich in die Risikogruppe 2 eingestuft. Die daraus resultierenden  Schutzmaßnahmen sind bei der Stadtentwässerung Dresden für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Abwasseranlagen arbeiten oder sonst in irgendeiner Weise mit Abwasser in Kontakt kommen, verbindlich geregelt. (u. a. Handschuhe, Schutzkleidung, Hygieneauflagen, in einzelnen wenigen Bereichen Mundschutz und Impfungen und mehr)

Die Stadtentwässerung Dresden überprüft das Abwasser von GlaxoSmithKline regelmäßig im Rahmen der Indirekteinleiterkontrolle hinsichtlich der abwassertechnisch und satzungsrechtlich relevanten Parameter. In der Vergangenheit wurden weder hierbei noch bei den regelmäßigen Vor-Ort-Begehungen Unregelmäßigkeiten festgestellt. Virologische Inhaltsstoffe gehören nicht zu den zu prüfenden Parametern.