Meldungen

Öffentlichkeitsarbeit

Jana Wenke
• Veranstaltungen
• Sponsoring
• Schulkontakte
• Führungen

Telefon: 0351 822-1169


Torsten Fiedler
• Presseanfragen
• Internetauftritt
• Abwassertagung

Telefon: 0351 822-3621


Dresdner kommunale Unternehmen engagieren sich für junge Flüchtlinge

18.04.2016 | Von der Erweiterung der sozialen Kompetenzen bis hin zum Erlernen des Fachwortschatzes wollen die Unternehmen sehr konkret bei der Berufsvorbereitung behilflich sein und hoffen auf beiderseitiges Interesse.

Über 70 junge Asylbewerber im Alter zwischen 18 und 27 Jahren werden zurzeit in sogenannten VKA-Klassen (Vorbereitungsklassen mit berufspraktischen Aspekten) an zwei beruflichen Schulzentren in Dresden auf eine reguläre berufliche Ausbildung vorbereitet. Ziel dieser VKA-Klassen ist es, zunächst im Unterrichtsfach DaZ (Deutsch als Zweitsprache) die deutsche Sprache sicher zu erlernen und im soziokulturellen Umfeld der Region anzukommen. Auf diesem Wege der Vorbereitung will die kommunale Unternehmensfamilie der Landeshauptstadt Dresden, bestehend aus DREWAG/ENSO, Stadtreinigung Dresden, Dresdner Verkehrsbetriebe, Cultus gGmbH und Stadtentwässerung Dresden, die beruflichen Schulzentren unterstützen.

Im Projekt Vorbereitung junger Asylsuchender auf eine berufliche Ausbildung (VAbA)“ übernehmen die Unternehmen die Patenschaft für zwei VKA-Klassen an den beruflichen Schulzentren für Technik „Gustav Anton Zeuner“ und Elektrotechnik Dresden. Mit der Entwicklung spezieller Tools soll der Unterricht der Fachklassen ergänzt und begleitet werden. Hierzu zählen Aktionen, wie Lehreinheiten in den VKA-Klassen selbst, Schnuppertage und Schülerpraktika in den Unternehmen, aber auch eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten, die vom Sport- bis zum Grillnachmittag von den Unternehmen gleichermaßen für die eigenen Mitarbeiter angeboten werden.

Die sächsische Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, und der Dresdner Oberbürgermeister, Dirk Hilbert, werden die Auftaktveranstaltung zum offiziellen Projektstart am 18. April 2016 in der historischen Siebscheibenhalle der Stadtentwässerung Dresden feierlich eröffnen. Eingeladen sind neben den beruflichen Schulzentren und den VKA-Klassen selbst alle Mitspieler aus den Unternehmen sowie Institutionen, die Arbeitsagentur, IHK, die Vertreter der Landeshauptstadt sowie der Flüchtlingsinitiativen in Dresden. Begleitet wird dieses Projekt von der sächsischen Bildungsagentur.

Brunhild Kurth sagte in ihren Grußworten: „Ich danke den kommunalen Unternehmen für ihre Initiative, jungen Menschen mit Migrationshintergrund eine Chance zu geben. Gelingt es, sie in eine duale Berufsausbildung zu vermitteln, sichere ich gern – auch über 18-Jährigen – die schulische Ausbildung an einem BSZ mit begleitendem Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache zu.“

„Ich freue mich über das Projekt“, so OB Hilbert, „und hoffe, dass diese Idee, gemeinsame Ausbildungs- und Unterrichtscluster zu bilden, auch von anderen Unternehmen der Stadt aufgenommen wird.“

Unter der Überschrift „Erweiterung der sozialen Kompetenzen“ bis hin zum Erlernen des „Fachwortschatzes“ wollen die Unternehmen sehr konkret bei der Berufsvorbereitung behilflich sein und hoffen, durch diese konstruktive Begleitung das Projekt zu einer Erfolgsgeschichte zu machen. Die kommunalen Unternehmen sind sich dabei bewusst, dass solch ein Projekt eine neue Herausforderung darstellt. Dies gilt für die eigenen Mitarbeiter ebenso wie für die jungen Menschen, die bei uns eine sichere Zukunft suchen.