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Abwasserzweckverband Wilde Sau übergibt das Abwassergeschäft an die Stadtentwässerung Dresden GmbH

28.01.2015 | Die Stadtentwässerung Dresden GmbH ist neuer Betriebsführer für den AZV Wilde Sau. In Zukunft soll das Abwasser der Nachbargemeinden in Dresden mitbehandelt werden. Dazu baut der AZV in den kommenden Monaten eine Überleitung.

Die Stadtentwässerung Dresden GmbH ist seit dem 1.1.2015  Betriebsführer für den Abwasserzweckverband (AZV)„Wilde Sau“. Die Kooperation umfasst den kompletten Betriebsdienst für die Verbandskläranlage Klipphausen, für die abwassertechnischen Netzanlagen und Pumpwerke im Gemeindegebiet Wilsdruff und in einem Teileinzugsgebiet von Pohrsdorf/Fördergersdorf (Stadt Tharandt). Auftragsbestandteil sind außerdem der Kundenservice, die Geschäftsbesorgung und ausgewählte Teilaufgaben im kaufmännischen Bereich.

Im öffentlichen Ausschreibungsverfahren, das im August 2014  mit einem Teilnahmewettbewerb eingeleitet wurde, konnte sich die Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot klar durchsetzen. Der am 29.12.2014 unterzeichnete Betriebsführungsvertrag hat eine Laufzeit von 6 Jahren. In dieser Zeit übernimmt die SEDD die Arbeitsverhältnisse für die drei gewerblichen und zwei  kaufmännischen Mitarbeiter des AZV.

Die Geschäftsstelle des AZV in Wilsdruff, Löbtauer Straße 6, wird weiter bestehen. Kunden und Dienstleister müssen sich auf keine neuen Öffnungszeiten bzw. Ansprechpartner einstellen. Vielmehr wird die Einbindung der Betriebsführungsaufgaben, wie auch die Übernahme der ehemaligen AZV-Mitarbeiter, in die Strukturen und die Ablauforganisation der SEDD, die Voraussetzungen für einen zufriedenstellenden Kundenservice und für eine sichere Abwasserentsorgung deutlich stärken.

Für bestimmte einzelne Wartungs- und Serviceleistungen waren bislang verschiedene Unternehmen, meistens aus der Region, beauftragt. Entsprechend der Ausschreibungsbedingungen des AZV übernimmt die SEDD diese Verträge und wird die Zusammenarbeit fortsetzen.

Die Verbandskläranlage Klipphausen kommt langsam in die Jahre. Wachsender Erneuerungsbedarf sowie notwendige Kapazitätserweiterungen für die Absicherung der positiven Wohn- und Gewerbeentwicklung und die Ausbaumaßnahmen für eine eigene Klärschlammbehandlung erfordern in den nächsten Jahren Investitionen in Millionenhöhe. Nach gründlichen technisch-wirtschaftlichen Voruntersuchungen entschied sich der AZV für einen alternativen Lösungsweg.

Das Abwasser soll künftig entlang der Autobahn A4 in die Großkläranlage Dresden-Kaditz übergeleitet werden. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen wird damit die Abwasserentsorgung für die künftigen Entwicklungen im AZV-Einzugsgebiet, aber auch bei steigenden Anforderungen des Gewässerschutzes langfristig sichergestellt. Die Abwasserüberleitung zur Dresdner Kläranlage soll etwa zum Jahreswechsel 2017/2018 in Betrieb gehen.

Derzeit ist die Stadtentwässerung Dresden auch mit der Schlammentsorgung der Verbandskläranlage sowie mit der Kleinkläranlagenentsorgung und -überwachung beauftragt. In beiden Fällen wurden auch diese Aufgaben im Ergebnis öffentlicher Ausschreibungen durch den AZV vergeben. Die Zusammenarbeit zwischen AZV und SEDD hat damit schon ein Fundament geschaffen, wonach beide Vertragspartner mit berechtigtem Optimismus in die neue Betriebsführungskooperation gestartet sind.

Foto: o.v.l. Gerold Mann (Bürgermeister Klipphausen), Silvio Ziesemer (Bürgermeister Tharandt)
u.v.l. Johannes Pohl, Ralf Strothteicher (Geschäftsführer bzw. Prokurist beide SEDD), Ralf Rother (Bürgermeister Wilsdruff)