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Anwohner klagen über Geruchsbelästigungen rund um die Kläranlage Dresden-Kaditz

30.06.2017 | In den letzten Monaten erhielten wir Hinweise auf Gerüche im Umfeld der Kläranlage Dresden-Kaditz. Die Stadtentwässerung Dresden arbeitet an der Beseitigung der Ursachen und versichert: Von den müffelnden organischen Verbindungen geht keine gesundheitliche Gefahr aus.

Uns ist das Problem bekannt. Wir nehmen diese Hinweise sehr ernst und bedauern die Beeinträchtigungen unserer Nachbarn. Die SEDD erhielt in den vergangenen Monaten bis zu 20 Hinweise per E-Mail, Internet, Telefon oder mündlich, dass es im Umfeld der Kläranlage einschließlich Schlammbehandlung zu manchen Zeiten unangenehm riecht.

Beim Betrieb einer Großkläranlage sind Geruchsemissionen leider nicht völlig ausgeschlossen. Wahrnehmbare Gerüche sind stark von der Witterungssituation abhängig. Auch sind die Beschwerden häufig nicht mit konkreten Urzeiten untersetzt, was eine Zuordnung zu technischen oder witterungsbedingten Ursachen erschwert.

Jedoch wird die Thematik von der Unternehmensleitung und allen fachlich betroffenen Mitarbeitern sehr ernst genommen und in einer Projektgruppe koordiniert. Bitte haben Sie nach wie vor Verständnis, dass wir wegen der Vielzahl der teilweise parallel laufenden Vorhaben zur Geruchsbekämpfung derzeit den Erfolg von Versuchen und Übergangslösungen sowie den Zeitpunkt von Endresultaten noch nicht konkret abschätzen können. In der Abwasserbehandlung und speziell in der Schlammbehandlung gibt es vielfältige Geruchsquellen, die zur Belastung unserer Nachbarn beitragen könnten.

Hier die wichtigsten Maßnahmen:

Ursachen eingrenzen: Es erfolgen Auswertungen, Untersuchungen und Tests, bei denen die mit der Betriebsweise der Anlage in Zusammenhang stehenden Ursachen für eine Veränderung der Geruchseigenschaften des Klärschlammes im Mittelpunkt stehen.

Einsatz von Luftverbesserern: Seit Anfang Juni erfolgt versuchsweise eine „Maskierung“ von Gerüchen an der Klärschlammverladung. Hierbei wird versucht, mit in Aerosolform dem Luftstrom zugegebenen Produkten eine Unkenntlichmachung der Gerüche zu erreichen. Dies kann durch Überlagerung mit anderen Geruchsstoffen (z.B. Zitrusöle) oder durch Umwandlung der Geruchsstoffe im Luftstrom erfolgen. Wegen der stets subjektiven Feststellungen einer Wirksamkeit und nur stichprobenartig möglichen Geruchsmessungen lässt sich der Effekt der Versuche noch nicht abschließend beurteilen. Aktuell überwiegen jedoch die Hinweise auf eine Verbesserung der Situation.

Abluftbehandlung der Schlammverladung: Es wurde eine Aufgabenstellung für eine Variantenbetrachtung möglicher Abluftlösungen für den Bereich der Verladung erarbeitet. Die Bearbeitung durch ein Ingenieurbüro ist bis Ende 2017 vorgesehen. Auf dieser Grundlage soll im Anschluss über eine mögliche Investition entschieden werden.

Optimierung bestehender Anlagen: Vertiefende Betrachtungen zu weiterem Optimierungsbedarf an bestehenden Anlagen sollen ab August ebenfalls gemeinsam mit einem Ingenieurbüro erfolgen.

Weitere Geruchsmessungen: Es wurden und werden Messungen durchgeführt, die jedoch wegen der verfügbaren Messmethoden (Olfaktometrie) nur stichprobenartig erfolgen können. Mit einem Hersteller neuartiger Sensoren wird deshalb nach einer Lösung gesucht, die eine ständige Messung ermöglichen.

Fachaufsicht ist informiert: Mit der zuständigen Behörde (Landesdirektion Sachsen) sind wir ständig im Kontakt und stimmen die weitere Vorgehensweise ab.

Verbesserte Wartung bereits vorhandener Abluftanlagen: Mit dem Hersteller der vorhandenen Fotoionisationsanlagen zur Abluftbehandlung, mit dem ein Wartungsvertrag besteht, wurden die Zyklen und die Wartung verbessert.

Geruchsbelästigungen einfacher melden: Auf der Homepage der Stadtentwässerung Dresden wurde eine Eingabemaske für Geruchsbeschwerden eingerichtet (www.stadtentwaesserung-dresden.de), welche uns mit der Eingabe weniger Angaben auch anonym eine Systematisierung und Auswertung der Hinweise ermöglicht und damit eine Beurteilung der Situation im Umfeld der Kläranlage sowie eine Wirksamkeitskontrolle vom Maßnahmen vereinfacht.