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Alles klar im Nachklärbecken

15.03.2016 | Wenn aus Hefeweizen Kristallklar wird: Neue Nachklärung in Kaditz verbessert das Reinigungsergebnis

Nach über einjährigem Umbau wurde am 15. März 2016 das sechste und damit letzte Nachklärbecken auf der Kläranlage Dresden-Kaditz fertiggestellt. Nachklärbecken sind die letzten durchströmten Becken der Kläranlage. In ihnen findet die Trennung des gereinigten Wassers vom sogenannten Belebtschlamm statt. Anschließend wird das saubere Wasser in ein Gewässer eingeleitet, in Dresden die Elbe.

Innerhalb von knapp sieben Monaten reiner Bauzeit wurden nacheinander alle Nachklär­becken der Dresdner Kläranlage mit der hydrograv adapt-Technologie umgerüstet. Dabei wurde jeweils das zentrale Betoneinlaufbauwerk mit einem höhenveränderlichen Edelstahlmantel ausgestattet, der sich in Abhängigkeit der aktuellen Belastung automa­tisch und kontinuierlich immer auf die richtige Höhe einstellt. Die Umbauten wurden vom Dresdner Unternehmen hydrograv GmbH, der Patentinhaberin auf dieses System, geplant. Die Teile wurden im Taunus vorgefertigt, dann 500 km weit transportiert und direkt im Becken endgültig zusammengesetzt. Mehr als 70 t Edelstahl wurden auf der Kläranlage Dresden-Kaditz verbaut. Die gesamte Maßnahme kostete die Stadtentwässerung Dresden 2,1 Mio. Euro. Die Alternative − eine Sandfiltration – hätte mehr als 30 Mio. Euro und den Bau von zwei neuen Nachklärbecken erfordert.

Mit der hydrograv adapt-Technologie ist der letzte Reinigungsschritt deutlich effi­zienter als zuvor. Das zeigen bereits mehrere Installationen der Techno­logie der Dresdner hydrograv GmbH in ganz Deutschland. Was bedeutet effizienter? – Das Ablaufwasser ist erheblich klarer und die gewässerschädlichen Rest-Inhaltsstoffe des gereinigten Abwassers Phosphor und Kohlenstoffverbindungen, die die Kläranlage mit Ablauf aus dem Nachklärbecken verlassen, werden nochmals deutlich reduziert. Zudem können die Becken auch noch mit mehr Regenwasser belastet werden. Dies wird mit einer relativ schlanken Umrüstung der Nachklärbecken erreicht. Im Vergleich dazu ist derselbe Reinigungsgrad alternativ nur mit einer teuren, aufwändigen und energieintensiven Filtration zu erzielen.