Drehbogen Leuben

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Die hauptsächlich angewendete Methode zur Regenwasserabflussverzögerung im Kanalisationsnetz besteht im gezielten, begrenzten Aufstau des abfließenden Abwassers in großen Hauptkanälen. Auch auf diesem Gebiet wurde in Dresden technisches Neuland betreten. Der Hamburger Ingenieur Günter Kupczik schlug vor, an Stelle der bisher üblichen Schieber zum planmäßigen Anstau von Regenwasser in der Kanalisation einen drehbaren Rohrbogen zum Zwecke der Abflussverzögerung zu verwenden.

So entstand 1993/94 auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Dresden Leuben eine großtechnische Versuchsanlage mit einem Rohrdurchmesser von 1.200 mm. Der Drehbogen stellt eine ingenieurtechnische Meisterleistung dar und hat mittlerweile 13 Betriebsjahre ohne Betriebsstörungen absolviert. Er wird zusätzlich einmal täglich zum kurzzeitigen Aufstau des Trockenwetterabflusses und damit zu einer Schwallspülung eingesetzt. Wegen der hohen Herstellungskosten wird der Dresdner Drehbogen wohl ein Unikat bleiben.

Zum Prinzip: Ein gebogenes Rohrstück (siehe Foto) wird in den bestehenden Kanal eingebaut. Befindet sich der Bogen in waagerechter Anordnung – auf gleichem Niveau wie der Kanal – kann das Abwasser fließen. Wird er mittels Elektromotor aufgerichtet, staut sich im Zulaufkanal das Abwasser und kann z. B. für eine Schwallspülung verwendet werden. Hierzu wird der Drehbogen wieder in seine Ausgangslage zurückgedreht.