Zur Reduzierung der unbehandelten Schmutzwasseremission in die Elbe wurden die Regenrückhaltebecken Johannstadt und Kaditz gebaut.
Technische Details beider Anlagen
Regenüberlaufbecken Johannstadt
Am 8. Oktober 2001 wurde nach zweijähriger Bauzeit das 12.000 m³ große unterirdische Regenüberlaufbecken (RÜB) Johannstadt feierlich in Betrieb genommen.
Das unterirdische Speicherbecken für Abwasser hat eine Abmessung von 50 m Länge x 45 m Breite und besteht aus insgesamt fünf Kammern. Die Beckensohle befindet sich rund 17 Meter unter der Erdoberfläche. Das gesamte Bauwerk ist mit Mutterboden bedeckt. Eine artgerechte Aussaat von typischen Gräsern und Pflanzen sichert die naturnahe Anpassung an den Landschaftsraum Elbwiesen. Als einziges oberirdisches Bauwerk ist ein gläsernes Einstiegsgebäude (Grundfläche 4 m x 4 m) sichtbar.
Das RÜB Johannstadt speichert überschüssiges Mischwasser, wenn infolge hoher Niederschlagsmengen die Kapazität des Altstädter Abfangsammlers überschritten wird. Der Inhalt des Beckens kann nach Regenende dosiert der Kläranlage Dresden-Kaditz zugeleitet und biologisch gereinigt werden. Reicht bei besonders intensiven Niederschlägen das Beckenvolumen nicht aus, erfolgt über den Beckenüberlauf ein Abschlag des dann mechanisch gereinigten Abwassers in die Elbe.
Regenüberlaufbecken Kaditz
Im März 2002 wurde mit dem Bau des Regenüberlaufbeckens (RÜB) Kaditz begonnen. Knapp zwei Jahre später sind die sechs Rechteckbecken mit jeweils 4.000 m³ Volumen fertig (Gesamtvolumen 24.000 m³).
Übersteigt die Abwassermenge im Klärwerk 4 m³/s, fördern Pumpen das Abwasser in die hochliegende Beckenanlage. Das Abwasser wird in den als Absetzbecken ausgebildeten Beckeneinheiten mechanisch gereinigt. Übersteigt die Wassermenge sogar 13 m³/s, wird das den Maximalwert überschreitende Mischwasser direkt in die Elbe abgeschlagen.
Nach Unterschreiten des Zulaufens von 4 m³/s wird das Abwasser aus dem RÜB der Kläranlage zugeführt. Die Reinigung des Becken erfolgt mit gereinigtem Abwasser aus der Kläranlage mit Hilfe von Spülkippen. Auf dem Dach der Anlage wurde eine Fotovoltaikanlage errichtet.