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Investition: Kanalsanierung im Prießnitzgrund
Kanalarbeiten im Prießnitzgrund machen die vorhandenen undichten Schmutzwasserkanäle wieder betriebssicher.
Hier saniert die Stadtentwässerung Dresden auf einer Länge von zirka 2,5 Kilometern zwei Abwasserkanäle. Sie dienen der Entwässerung des Dresdner Stadtteils Klotzsche, einschließlich des Flughafens und des Gewerbegebietes Flugzeugwerft.
Die Sanierung der beiden Schmutzwasserkanäle war erforderlich, um Gefahren für die Umwelt sowie Mensch und Tier abzuwenden. Austretendes Abwasser verschmutzte das Grundwasser und die Prießnitz.
Die Stadtentwässerung Dresden (SEDD) hat sich für eine umweltschonende grabenlose Sanierung entschieden: das Schlauch-Relining. Hierbei wird ein kunstharzgetränkter Filzschlauch in den alten Kanal gezogen und anschließend mittels Wärme ausgehärtet. Für den Einsatz der Bautechnik und spätere Wartungsarbeiten ist eine Befestigung des vorhandenen Weges notwendig. Eine „offene" Sanierung/Auswechslung hätte noch stärkere Eingriffe in die Landschaft verursacht (offener Graben über die gesamte Strecke, Fällung von Bäumen, ...)
Die Bauarbeiten sind mit dem Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden abgestimmt (untere Naturschutzbehörde). Grundlage bildet ein Fachplan zur Landschaftspflege. Er begrenzt die kurz- und langfristigen Folgen für den Prießnitzgrund auf ein unvermeidliches Minimum.
Das sind die wichtigsten Auflagen: Die Breite des befestigten Weges darf nur zirka 3 Meter betragen. Breitere Abschnitte sind nach Ende der Kanalsanierung wieder zu reduzieren. Die Wegebefestigung erfolgt mit einer wassergebundenen Decke (sandgeschlämmte Schotterdecke, kein Asphalt !). Es wird eine harmonische Wegeführung angelegt, mit leicht schlängelndem Verlauf, in Anlehnung an den derzeitigen Wegecharakter. Die Bauzeit bleibt auf die zwei Winterhalbjahre (2009/2010 und 2010/2011) beschränkt.
Auch nach Ende der Bauarbeiten ist der Prießnitzgrund für den regulären Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Weg bleibt - wie bisher - ein Fußweg. Lediglich in Einzelfällen nutzen ihn Fahrzeuge der SEDD für Wartungsarbeiten.
Die Neugestaltung des Weges kommt allen Erholung suchenden Bürgern zu Gute, da sich die Wegequalität erheblich verbessert. Bisher war der Weg nach Regenfällen stellenweise unpassierbar. Insbesondere Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderte Menschen profitieren von der naturnahen Befestigung.
Die SEDD finanziert als Ausgleichsmaßnahme für den bauzeitlichen Eingriff in den Prießnitzgrund eine 50 Meter lange Ufer-Renaturierung im Bereich Waldbad Klotzsche.
Investition: Hochwasserpumpwerk Dresden-Johannstadt
Wichtige Daten:
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Gesamtbaukosten: zirka 13 Millionen Euro
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Bauzeit: Oktober 2008 bis 2. Jahreshälfte 2011
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max. Förderleistung: 18 m³/s
Hier errichtet die Stadtentwässerung Dresden bis 2010 ein modernes Hochwasser-Pumpwerk. Das Pumpwerk soll bei Hochwasser und starken Niederschlägen die Kanalisation vor dem Kollaps bewahren, indem es regenverdünntes Abwasser in die Elbe fördert (bis zu 18.000 Liter pro Sekunde). So wird der Altstädter Abfangkanal entlastet und die Entwässerung des Dresdner Ostens aufrechterhalten. Gleiches gilt für die Dresdner Innenstadt sowie Heidenau und Pirna. Die beiden Nachbarstädte nutzen ebenfalls den Altstädter Abfangkanal, um ihr Abwasser in der zentralen Dresdner Kläranlage Kaditz reinigen zu lassen. Vier der Pumpen werden mit Dieselaggregaten angetrieben, zwei mit Elektromotoren. So bleibt die Anlage auch bei Stromausfall einsatzfähig.
Beim Bau des Pumpwerkes entsteht ebenfalls ein neuer Entlastungskanal zur Elbe. Dessen Ausführung erfolgt in Stahlbeton. Die Druckleitung hat eine Dimension von 4 Meter Breite x 2,5 Meter Höhe.
Damit die Eingriffe in die Landschaft gering bleiben, liegt der größte Teil der Anlage im Erdreich. Nur ein Einstiegsgebäude in Form einer zirka fünf Meter hohen und fünfundzwanzig Meter breiten Bodenwelle verrät den Standort am Käthe-Kollwitz-Ufer neben der Waldschlösschenbrücke. Zur Nordseite (Richtung Elbe) wird das geschwungene Dach mit Trockenrasen begrünt, in Richtung Käthe-Kollwitz-Ufer erhält es eine Betondecke.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. EU: Perspektiven für Sachsen.
Zur Funktion
In der Mischkanalisation wird bei starken Niederschlägen Schmutz- und Regenwasser in die Elbe geleitet, um die Kanalisation vor Überlastung zu schützen. Das funktioniert aber nur bis zu einem Pegelstand von fünf Metern. Dann schließen sogenannte Hochwasser-Schieber die Regenauslässe. Jetzt kann zwar kein Wasser aus der Elbe eindringen, doch die Entlastung ist unterbrochen.
Wenn es in dieser Situation weiter stark regnet, kann das Abwasser nicht abfließen und sprudelt aus Schächten, Straßeneinläufen und Hausanschlüssen. Hier helfen Hochwasser-Pumpwerke: Sie pumpen regenangereichertes Abwasser über den geschlossenen Schieber in die Elbe - die Kanalisation bleibt arbeitsfähig.
Bauwerk: Luftkissendüker Wiener Platz
Allgemeine Informationen:
- Bauzeit: 1998-1999
- Baukosten: 6 Millionen Euro
Technische Daten:
- Länge: zirka 110 Meter
- Durchmesser Trockenwetter-Rohr: 400 Millimeter
- Durchmesser Regenwetter-Rohr: 2.400 Millimeter
Seit 1990 werden im Innenstadtbereich in zunehmendem Maße Tiefgaragen und auch Straßentunnel errichtet. Hierbei ergeben sich häufig Konflikte zum bestehenden Kanalisationssystem. Ein Musterbeispiel stellt die Untertunnelung des Wiener Platzes an der Nordseite des Hauptbahnhofes dar. Der neue Straßentunnel kollidiert gleich mit mehreren Hauptkanälen aus dem Einzugsgebiet der Südvorstadt. Obwohl sie über 100 Jahre alt sind, ist ihre bautechnische Qualität auch heute noch ausgezeichnet. Die hydraulische Leistungsfähigkeit entspricht ebenso noch den heutigen Anforderungen.
Der Kanal in der Winckelmannstraße/Reitbahnstraße mit einem Profil 2400/2160, Baujahr 1890, wurde durch ein Sonderbauwerk, einen „Luftkissendüker", ersetzt. Die Sohle des Kanals musste um 7,90 m abgesenkt werden. Der Rohrdurchmesser des tief liegenden Dükerteiles beträgt DN 2.400 mm. Er unterquert auf einer Länge von zirka 110 m eine Tiefgarage und den benachbarten Straßentunnel.
Das Arbeitsprinzip eines Luftkissendükers besteht darin, im tief liegenden Rohrteil durch Kompressoren eine große Luftblase zu erzeugen und deren Größe so zu steuern, dass vom Rohrquerschnitt nur so viel zum Wasserdurchfluss freigegeben wird, wie zur Einhaltung einer Mindestfließgeschwindigkeit von 0,6 m/s erforderlich ist, um Ablagerungen zu vermeiden. Infolge der extremen Abflussschwankungen (Trockenwetternachtabfluss 30 l/s, Mischwasserspitzenabfluss 8.800 l/s) ergab sich die Notwendigkeit des Einbaues eines gesonderten Trockenwetterrohres DN 400 mm.
Luftkissendüker stellen eine technische Neuheit dar, die bisher nur in Basel, Regensburg, Hamburg und Paris zur Ausführung gelangten. Nach anfänglich skeptischer Einstellung der Mitarbeiter der Stadtentwässerung Dresden gegenüber der sicheren Funktion dieser hoch technischen Anlage muss bis heute ein im wesentlichen störungsfreier Betrieb konstatiert werden.
Investition: Sanierung Altstädter Abfangkanal
Wichtige Daten:
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Gesamtlänge des Sanierungsabschnittes: 1.330 Meter
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Gesamtbaukosten: zirka 10 Millionen Euro
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Bauzeit Abschnitt Sächsischer Landtag bis Marienbrücke: Herbst 2009 bis Frühjahr 2010
Hier saniert die Stadtentwässerung Dresden auf einer Länge von zirka 1,3 Kilometern einen der größten und wichtigsten Abwasserkanäle Dresdens. Der so genannte Altstädter Abfangkanal leitet das Abwasser der Dresdner Innenstadt zur zentralen Kläranlage Kaditz, dazu jenes aus dem Dresdner Osten, Süden und den Nachbarstädten Heidenau und Pirna. Dementsprechend groß ist die Dimension des Bauwerkes: Der Durchmesser reicht in diesem Abschnitt bis zu 2,90 Meter x 2,78 Meter (Breite x Höhe). Der Kanal wurde bereits 1899 aus Stampfbeton erbaut und zählt zu den ältesten Dresdens.
Untersuchungen im Sommer 2008 ergaben, dass der Kanal nur noch eine begrenzte Nutzungsdauer hatte und dringend eine Sanierung benötigte. Begonnen wurde mit dem am stärksten geschädigten Abschnitt zwischen Carolabrücke und Bernhardt-von-Lindenau- Platz (Sächsischer Landtag), dieser ist nunmehr fertiggestellt.
Die Sanierung erfolgt grabenlos, im sogenannten Inliner-Verfahren (Kanal im Kanal). Das verkürzt die Bauzeit und reduziert die Verkehrseinschränkungen auf ein Minimum. Über Montagegruben werden zirka 2,35 Meter lange glasfaserverstärkte Kunststoffteile hinabgelassen, in den alten Kanal eingefahren und miteinander verpresst (mit Gummi-Muffen). Zum Abschluss der Arbeiten wird der Spalt zwischen altem und neuem Kanal mit einem Spezialdämmmittel verfüllt.
Während der Bauarbeiten wird das Abwasser über eine Rohrleitung umgeleitet. Der Bypass hat einen Durchmesser von 1,20 Metern und wird im Heber-Verfahren betrieben. Dabei nutzt man den Freigefälledruck, der zwischen Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Höhenlagen wirkt. Auf den Einsatz energieaufwendiger Pumpen kann so verzichtet werden. Die Umgehungsleitung verläuft jetzt zwischen Sächsischem Landtag und Marienbrücke im Bereich des Elberadweges. Das Rohr liegt zunächst oberirdisch auf einem Betonsockel, um vorhandene Versorgungsleitungen zu schonen, dann - zwischen Kongresszentrum und der Marienbrücke - im Untergrund, damit es bei Hochwasser nicht beschädigt wird.
Investition: Neubau Betriebsgaststätte/Betriebsarzt
Mit der neuen Betriebsgaststätte auf der Kläranlage Dresden-Kaditz verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erheblich. Der Neubau ist auch eine Reaktion auf die Flut 2002. Damals war das Gebäude zerstört worden. Die technischen Gebäudeausrüstung befindet sich nun in sicherer Höhe auf dem Dach.
Seit April 2009 wird das ehemalige Verwaltungsgebäude, das sogenannte Haus E, der Stadtentwässerung Dresden für 1,9 Millionen Euro in ein Betriebsrestaurant mit Versammlungsräumen sowie Räumen für Betriebsarzt und Betriebsrat umgebaut.
Die alten zwei Obergeschosse wurden vollständig demontiert, dabei waren umfangreiche Mengen Asbest zu sanieren und zu entsorgen. Das Kellergeschoss blieb erhalten und dient weiterhin der Tagesunterkunft mit Umkleide- und Sanitärtrakt für Mitarbeiter der Stadtentwässerung. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2010 geplant.
Bauwerk: Drehbogen Leuben
Die hauptsächlich angewendete Methode zur Regenwasserabflussverzögerung im Kanalisationsnetz besteht im gezielten, begrenzten Aufstau des abfließenden Abwassers in großen Hauptkanälen. Auch auf diesem Gebiet wurde in Dresden technisches Neuland betreten. Der Hamburger Ingenieur Günter Kupczik schlug vor, an Stelle der bisher üblichen Schieber zum planmäßigen Anstau von Regenwasser in der Kanalisation einen drehbaren Rohrbogen zum Zwecke der Abflussverzögerung zu verwenden.
So entstand 1993/94 auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Dresden Leuben eine großtechnische Versuchsanlage mit einem Rohrdurchmesser von 1.200 mm. Der Drehbogen stellt eine ingenieurtechnische Meisterleistung dar und hat mittlerweile 13 Betriebsjahre ohne Betriebsstörungen absolviert. Er wird zusätzlich einmal täglich zum kurzzeitigen Aufstau des Trockenwetterabflusses und damit zu einer Schwallspülung eingesetzt. Wegen der hohen Herstellungskosten wird der Dresdner Drehbogen wohl ein Unikat bleiben.
Zum Prinzip: Ein gebogenes Rohrstück (siehe Foto) wird in den bestehenden Kanal eingebaut. Befindet sich der Bogen in waagerechter Anordnung - auf gleichen Niveau wie der Kanal - kann das Abwasser fließen. Wird er mittels Elektromotor aufgerichtet, staut sich im Zulaufkanal das Abwasser und kann z. B. für eine Schwallspülung verwendet werden. Hierzu wird der Drehbogen wieder in seine Ausgangslage zurückgedreht.
Bauwerk: Regenüberlaufbecken Dresden-Johannstadt
Innerhalb der zweijährigen Bauzeit von 1999 bis 2001 entstand für ca. 17 Mio. Euro neben der Waldschlößchenbrücke (stadtauswärts) ein 12.000 Kubikmeter großes unterirdisches Speicherbecken für Abwasser. Das Regenüberlaufbecken (RÜB) hat eine Abmessung von 50 m Länge x 45 m Breite und besteht aus insgesamt 5 Kammern. Die Beckensohle befindet sich ca. 17 m unter Gelände. Das gesamte Bauwerk ist mit Mutterboden bedeckt. Eine artgerechte Aussaat von typischen Gräsern und Pflanzen sichert die naturnahe Anpassung an den Landschaftsraum Elbwiesen. Als einziges oberirdisches Bauwerk ist ein gläsernes Einstiegsgebäude (Grundfläche 4 m x 4 m) sichtbar.
Das RÜB in Dresden-Johannstadt speichert überschüssiges Mischwasser, das anfällt, wenn infolge hoher Niederschlagsmengen die Kapazität des Altstädter Abfangsammlers überschritten wird. Der Inhalt des Beckens kann nach Regenende dosiert der Kläranlage Dresden-Kaditz zugeleitet und biologisch gereinigt werden. Reicht bei besonders intensiven Niederschlägen das Beckenvolumen nicht aus, erfolgt über den Beckenüberlauf ein Abschlag des dann mechanisch gereinigten Abwassers in die Elbe.
Bauwerk: Kanalnetzstützpunkt Ost
Das 2001, nach zweijähriger Bauzeit, fertiggestellte zweigeschossige Verwaltungs- und Sozialgebäude der Stadtentwässerung Dresden verbessert die Arbeitsbedingungen für jene Mitarbeiter, die für die Kontrolle, Wartung und Reinigung des südöstlichen Abwassernetzes Dresdens verantwortlich sind. Bis zu 30 Einsatzkräfte verfügen hier in der Niederseedlitzer Straße 59 b über komfortable Aufenthalts-, Umkleide- und Sanitärräume. Außerdem bieten zwei zusätzliche Garageneinheiten Platz für Spezial- und Kolonnenfahrzeuge sowie Lagermöglichkeiten für die technische Ausrüstung.
Zirka 2 Millionen Euro kosteten die Erschließung des Geländes, das Bauwerk, die Außenanlagen und die Ausstattung der Gebäude. Der Baustart war im September 2000. Die Planungen sehen eine spätere Erweiterung des Kanalnetzstützpunktes für bis zu 50 Mitarbeiter vor. Durch den Kanalnetzstützpunkt Ost verringern sich die Fahrtstrecken zu den Einsatzorten im Dresdner Südosten erheblich, so kann auch schneller auf Störungen reagiert werden. Außerdem erzielte die Stadtentwässerung Dresden Einsparungen bei der Netzbewirtschaftung u. a. infolge der Minimierung von Fahrtkosten, unproduktiver Arbeitszeiten und Mietkosten.
Bis 1999 war dieser Netzbereich auf dem Tatzberg (Flächen und Gebäude der Stadtreinigung und der WOBA Nordwest) später in einem Mietobjekt in der Hennigsdorfer Straße untergebracht.
Großes Augenmerk wurde bei Planung und Bau auf ökologische Gesichtspunkte gelegt. So verfügt das Betriebsgelände über einen Auffangbehälter für Regenwasser, das als Spülwasser für die Einsatzfahrzeuge und als Waschwasser für Fahrzeuge verwendet wird. Eine extensive Dachbegrünung verringert die anfallende Regenwassermenge und Solarkollektoren sorgen für warmes Wasser im Büro- und Sozialgebäude. Damit möchte die Stadtentwässerung Dresden mit guten Beispiel für andere Grundstückseigener vorangehen. Immerhin lassen sich durch diese Maßnahmen die Betriebskosten nachhaltig niedrig halten.
Bauwerk: Kanalnetzstützpunkt Flügelwegbrücke
Am Kanalnetzstützpunkt Flügelweg befindet sich seit mehr als 100 Jahren das Einlaufbauwerk für den Düker des Altstädter Abfangkanals. Ein Düker dient zur Unterquerung von Hindernissen, hier der Elbe. Er führt das Abwasser aus der Altstadt auf die Neustädter Elbseite in die Kläranlage Kaditz. Er besteht eigentlich aus zwei Rohren, einem von 1.050 mm Durchmesser - dem Trockenwetterrohr - welches ständig durchflossen wird, und einem Regenwetterrohr von 2.100 mm Durchmesser, das bei Regenwetter die größeren Wassermengen aufnimmt. Um den Abrieb in den Gusseisenrohren zu reduzieren, befindet sich vor dem Einlauf ein Sandfang, der auch zum hieven der Inspektionskähne und Stauwagen genutzt wird.
Dresdens Kanalisation hat aktuell eine Gesamtlänge von über 1.700 Kilometern. Um Fahrkosten zu reduzieren, kurze Reaktionszeiten zu sichern und vor allem auch um den Mitarbeitern im Kanalnetzbetrieb optimale Arbeitsbedingungen zu bieten, gibt es in Dresden insgesamt vier Kanalnetzstützpunkte: Kläranlage Dresden-Kaditz, Flügelwegbrücke (inklusive Fäkalienannahme), Weißeritzstraße und Niedersedlitzer Straße. Alle verfügen über moderne Aufenthalts- und Umkleideräume und hygienische sanitäre Einrichtungen. In Garagen können Fahrzeuge und Technik untergestellt und gewartet werden.
Bauwerk: Regenrückhaltebecken Dresden-Nickern
Direkt unter dem Sportplatz in der Georg-Palitzsch-Straße in Dresden-Nickern befindet sich ein unterirdisches Regenrückhaltebecken. Es wurde 1995 durch den Investor während der Erschließung des Kaufparks errichtet.
Die Sohle des Speicherraumes liegt rund 5,5 Meter unter der Geländeoberkante und besitzt eine Grundfläche von etwa 25 x 50 Metern. 4.325 Kubikmeter Regenwasser können hier bei starken Regenfällen zwischengespeichert werden. Das Wohn- und Gewerbegebiet wird in diesem Stadtteil im Trennsystem entwässert. So kann der Inhalt des Regenbeckens nach Ende der Niederschläge bedenkenlos in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgegeben werden.
Bauwerk: Steuerungsbauwerk Nossener Brücke
Bauwerk: Kanalnetzstützpunkt Weißeritzstraße
Die Stadtentwässerung Dresden nahm am 3. Juni 2002 feierlich den Kanalbetriebspunkt Weißeritzstraße in Betrieb. Durch das moderne Garagen- und Sozialgebäude im Bogen Weißeritzstraße/Ostra-Ufer (visavis dem Heinz-Steyer-Stadion) verbessern sich die Arbeitsbedingungen der Kanalarbeiter erheblich, die für die Kontrolle, Wartung und Reinigung des westlichen Dresdner Abwassernetzes verantwortlich sind.
Annähernd 450.000 € kosteten die Erschließung des Geländes, das Bauwerk, die Außenanlagen und die Ausstattung des Gebäudes. Der Baustart erfolgte am 1. August 2001.
Das betriebseigene Grundstück wurde auch schon früher als Kanalnetzstützpunkt betrieben. Wegen beengter Platzverhältnisse und unzureichender sozialer Bedingungen für die Mitarbeiter wurde der Stützpunkt aber nach Neuerrichtung des Stützpunktes am Flügelweg im Jahr 1995 aufgegeben.
Da das Grundstück einen wichtigen zentralen Betriebspunkt im Kanalnetz darstellt, entschied die Stadtentwässerung Dresden, das Gelände als Reservefläche für den flächenmäßig ausgelasteten Stützpunkt »Flügelweg« zu nutzen und wegen der exponierten Lage in angemessener Form neu zu gestalten. Auf Grund des schlechten Bauzustandes der vormaligen Massivbaracke war deren Abriss und ein Neubau unumganglich geworden.
Der Neubau verfügt über acht Unterstellmöglichkeiten für Fahrzeuge und Material sowie eine Raumzelle für den zeitweiligen Aufenthalt von Arbeitskräften. Das hinter eine halb hohe Sandsteinmauer eingerückte Bauwerk in Stahlskelettkonstruktion mit Alu- und Schichtstoffplatten sowie einer Dach-Begrünung erhielt einen bogenförmigen Grundriss und einen gelben Anstrich. Es bietet jetzt auch den Besuchern von Messe- und Sportveranstaltungen einen angenehmen Anblick.
Bauwerk: Steuerungsbauwerk Puschkinplatz
Investition: Erweiterung Schlammbehandlungsanlage
Mit dem Bau einer Anlage zur Klärgasgewinnung bis 2012 erweitert die Stadtentwässerung Dresden die bestehende Schlammbehandlungsanlage. Ein Blockheizkraftwerk soll künftig 50 Prozent des Eigenbedarfs an Elektroenergie aus regnerativen Energiequellen erzeugen. Das reduziert Betriebskosten und schont die Umwelt.
Die erheblichen Schlammmengen, die in der Kaditzer Anlage anfallen, können auch zur Gewinnung von Biogas genutzt werden. Für 2008 ist der Baustart für zwei Faulbehälter mit jeweils 10.500 Kubikmeter Volumen geplant. Hier könnten täglich 15.000 Kubikmeter Biogas erzeugt werden, die als Ersatz für das bisher verwendetete Erdgas der Schlammtrocknung dienen würden. Zudem bewirkt der Faulprozess gleichzeitig auch die Verringerung der Schlammmasse um etwa 30 %.
Die Prognosen gehen davon aus, dass etwa die Hälfte des Elektro-Energie-Bedarfs der Kläranlage und zusätzlich der gesamte Wärmebedarf der Schlammbehandlung abdeckt werden können. Die Investition amortisiert sich in weniger als 20 Jahren. Immerhin kostete der Bezug von Elektroenergie z. B. in 2007 allein 2,8 Millionen Euro und der von Erdgas 1,7 Millionen Euro.
Die Kosten für die neue Schlammfaulung inklusive Faulgas-Verwertung belaufen sich auf 43 Millionen Euro. Entstehen soll sie auf dem so genannten Baufeld B der Kläranlage Dresden-Kaditz, nördlich der Autobahn A 4 und südlich der Elb-Flutrinne. Ist die volle Leistung erreicht, erzeugt die Stadtentwässerung Dresden jedes Jahr Faulgas mit einer äquivalenten Energiemenge von 33.573 Megawattstunden.
Zur Faulungsanlage gehören:
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zwei 35 Meter hohe Faultürme in so genannter Ei-Form mit einem Fassungsvermögen von je 10.500 Kubikmeter
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ein Erschließungs- und Aufzugsturm mit ca. 39 Meter Höhe
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ein Gasbehälter mit 5.000 Kubikmeter Inhalt (2. Gasbehälter/im 2. Bauabschnitt vorgesehen)
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eine Faulgasreinigungs- und -verdichtungsanlage
Im Maschinengebäude befinden sich:
- die maschinelle Überschussschlamm-Eindickung
- eine Fremdstoffannahme für fettreiche Schlämme
- die Schlammwärme-Übertrager-Station
- die Elektro- und MSR-Anlagen
- Chemikalienlager für den Faulprozess sowie Pumpenaggregate und Belüftungsanlagen zur Abluftbehandlung
Begleitend müssen bestehende Anlagen angepasst werden. Das betrifft im Wesentlichen den Umbau:
- der vorhandenen Überschuss-Schlamm-Eindicker zu statischen Primär-Schlamm-Eindickern
- der vorhandenen Primär-Schlamm-Eindicker zu Konditionierungsbecken.
Parallel zu diesem Vorhaben ist eine neue Klärschlamm-Verladung als Ersatz für das inzwischen 13 Jahre alte Provisorium geplant. Deren Fertigstellung ist mit der Inbetriebnahme der Faulung und Faulgas-Verwertung vorgesehen. Der Bau des Blockheizkraftwerkes wird von der Europäischen Union im Rahmen des
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. EU:
Perspektiven für Sachsen.

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